DO 21.09.2017 20 Uhr NRW.BANK Friedrichstr.1 | 48145 Münster

 
»HOMMAGE AN PIAZZOLLA"

Ensemble 87

Lukas Stappenbeck Sopransaxophon Anže Rupnik Altsaxophon
Adrian Durm
Tenorsaxophon Benjamin Reichel Baritonsaxophon
Krisztián Palágyi
Akkordeon Sergey Markin Klavier

Sehnsucht, Rohheit und Eleganz, pasión y corazón: es zündet und brennt, wenn das Ensemble 87 seine Hommage an Piazzolla, den Godfather des „Tango Nuevo“, auf die Bühne in der Konzertcafeteria der NRW.BANK bringt.

Die Jungs aus Deutschland, Ungarn, Slowenien und Russland trafen sich an der Musikhochschule Köln und leben in weltweit einzigartiger Besetzung ihre Leidenschaft für den konzertanten Tango aus. So hat sich das Ensemble 87 seine Lieblingsstücke auf den Leib arrangiert und präsentiert ein farbiges Programm mit dem und um den Neuen Tango Piazzollas. Die Sechse treten in Sextett- und Quartettbesetzung – als Xenon Saxophone Quartet sind die Saxophonisten Rising Stars – auf, Krisztián Palágyi tritt zudem am Akkordeon und Sergey Markin am Klavier solistisch hervor.

Neben Welthits des Argentiniers Piazzolla, der 1954 in Frankreich den traditionellen Tango der Bordelle und Hafenbars von Buenos Aires zum „Tango Nuevo“ revolutionierte, präsentiert das Ensemble 87 auch neue Neue Tangos. So von Alberto Ginastera, einem der wichtigsten Komponisten Lateinamerikas und dem ersten Kompositionslehrer Piazzollas, bevor ihn Nadia Boulanger in Paris auf den Tango als sein Ureigenstes brachte. Ginasteras Argentinische Tänze für Klavier solo sind faszinierend schräg, im „Tanz des alten Viehhirten“ etwa spielt die linke Hand nur auf schwarzen, die rechte nur auf weißen Tasten, der „Tanz des schönen Mädchens“ steht im schmeichelnden 6/8 Takt, wohingegen der des „arroganten Cowboys“ zubeißend und wild zu spielen ist. Effektvoll, supermaskulin und orgiastisch Dargentons „Stierkampf“ in Fuerte Apache, einem zwielichtigen Stadtbezirk von Ciudadela bei Buenos Aires. Für Akkordeon solo die „Omaggio ad Astor Piazzolla“ von Vladimir Zubitsky, der als Bajanist Weltkarriere machte. Kein Wunder, dass dem Ukrainer, der heute in Italien lebt, der Tango mit seiner ergreifenden Mischung aus Melancholie und Lebenswillen, dem Ineinander von Depression und Ekstase liegt, bemerkte er doch einmal, „dass man, um ein wahrhaft bedeutendes Kunstwerk zu schaffen, sein Handwerk beherrschen, außerdem Talent und ein verwundetes Herz“ haben müsse..

PROGRAMM
Astor Piazzolla (1921–1992): Escualo | Primavera porteña | Contrabajisimo
Vladimir Zubitsky (*1953): Omaggio ad Astor Piazzolla
Astor Piazzolla (1921–1992): Verano porteño | Adios nonino | Otono porteño
Four for Tango | Soledad

Juan Dargenton (*1959): Corrida en Fuerte Apache
Astor Piazzolla (1921–1992): Fugat | Soledad
Alberto Ginastera (1916–1983): Danzas Argentinas
Astor Piazzolla (1921–1992): Four for Tango | Invierno porteño



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